x

EIMSED lud zum EIMSED Typ 2 Diabetes Symposium II für Allgemeinmediziner nach Pörtschach/Wörthersee (Kärnten, Österreich) ein. Das Symposium war – aufgrund des großen Interesses – eine aktualisierte Wiederholung des zweiten Teiles der EIMSED Typ 2 Diabetes Reihe, der erstmals im Juni 2010 in Saalfelden (Salzburg, Österreich) stattgefunden hat. Schwerpunkt war das Multifaktorielle Risikomanagement beim Typ 2 Diabetes Patienten.

Zu den besprochenen Themen gehörten die Bereiche Blutfette, Bluthochdruck, diabetisches Nierenleiden bzw. Nierenversagen und Gefäßschädigung durch Ablagerungen. Weiteres Augenmerk lag auf der Verbesserung der Kommunikation zwischen Arzt und Patient und den Unterschieden in der Behandlung von männlichen und weiblichen Patienten mit Typ 2 Diabetes.

Poertschach2010_1
Poertschach2010_2

Programmschwerpunkte waren

Risiko Diabetes – was ist Blutzuckermanagement wert?
Univ.-Prof. Dr. Thomas C. Wascher, Hanusch-Krankenhaus Wien, Koordinator der aktuellen ÖDG Leitlinien; Vorsitz, für den wissenschaftlichen Inhalt des Symposiums verantwortlich

Lipidmanagement – was bestimmt das Atheroskleroserisiko?
Prim. Univ.-Prof. Dr. Heinz Drexel, Leiter der Abteilung Innere Medizin, LKH Feldkirch, Leiter des VIVIT, Stellvertretender Vorsitzender der ÖDG

Hypertonie und diabetische Nephropathie – was ist in Diagnostik und Therapie zu beachten?
Univ.-Prof. Dr. Gert Mayer, Leiter der Abteilung für Nephrologie, Univ.-Klinik für Innere Medizin IV, Medizinische Universität Innsbruck

Herz und Gefäße – diagnostische Möglichkeiten und Therapieoptionen nicht-traditioneller Risikofaktoren
Prim. Univ.-Doz. Dr. Otto Traindl, Ärztlicher Direktor und Leiter der 1. Medizinischen Abteilung, LK Weinviertel Mistelbach

Die Programmteile setzten sich aus jeweils drei Bestandteilen zusammen:

Plenarvortrag als Einleitung und Einführung in den Themenbereich rund 15-minütiger Workshop, in dem die Teilnehmer das Gehörte diskutieren und die Sprecher den einzelnen Gruppen im Saal für Fragen zur Verfügung stehen abschließende moderierte Diskussion, in der die Ergebnisse der Workshop Gruppen besprochen und offene Fragen im Plenum geklärt werden

Ein weiterer Schwerpunkt, wie auch schon Juni 2010 in Saalfelden, war

Gender Aspekte bei der Behandlung von Patienten mit Typ 2 Diabetes
Univ.-Prof. Dr. Alexandra Kautzky-Willer, Professorin für Gender Medicine, Univ.-Klinik für Innere Medizin III, AKH Wien, Vorstandsmitglied der ÖGGSM

Hier erörterte Prof. Kautzky-Willer zuerst in einem kurzen Impulsreferat die wesentlichsten Gender Aspekte bei Typ 2 Diabetes, um daraufhin diese anhand einer anschaulichen Fallstudie mit den Teilnehmern gemeinsam zu beleuchten.
Anschließend betrachtete Kommunikationsexperten Sebastian Gimbel (SEMtool OG) dieses Thema unter dem Blickwinkel der Kommunikation.

Neben diesen Schwerpunkten, rundeten zwei größere Workshops das Fortbildungsprogramm ab: Erfolgreiche Kommunikation Arzt-Patient wieder unter der Leitung von Sebastian Gimbel und ein Workshop mit Fallstudie zum Thema Multifaktorielle Therapie – Diagnose- und Therapiepfade für ein erfolgreiches Diabetesmanagement in der Praxis.

Der Workshop zum Themenkomplex „Multifaktorielle Therapie“ wurde von Prof. Wascher geleitet und behandelte – im Rahmen einer Fallstudie – einen „typischen“ Typ 2 Diabetes Patienten und seine Komorbiditäten, insbesondere die Bereiche Lipide, Blutzucker, Herz und Gefäße, Niere und Bluthochdruck. Die Sprecher standen den Workshop Gruppen als Experten zur Seite. Jede Gruppe erarbeitete mögliche Behandlungsstrategien, die anschließend im Plenum diskutiert wurden. Dieser praxisorientierte und interaktive Zugang stieß auf sehr große Zustimmung bei den Teilnehmern.

Die Unterlagen zu den Vorträgen und Workshops stehen jetzt unter My EIMSED zur Verfügung. Die Anmeldung und Nutzung von My EIMSED ist bis auf Weiteres gratis möglich.

Wir freuen uns auf weitere spannende Symposien!

Poertschach2010_3